Die vier im Gemeinderat vertretenen Parteien und Listen bekommen bei der Kommunalwahl am 26. Mai voraussichtlich Konkurrenz: Die FDP hat am Freitag angekündigt, eine eigene Liste aufstellen zu wollen.

Mit der „liberalen Liste“ will sie laut Mitteilung des Vorsitzenden des Ortsverbands Württembergisches Allgäu, dem Wangener Sebastian Scherer, „im nächsten Jahr Flagge zeigen“. Die Partei wolle die Interessen der bürgerlich-liberalen Mitte bündeln und sich „auch der Probleme annehmen, die von den etablierten Fraktionen nicht (mehr) wahrgenommen werden“, wie es heißt. Ziel sei es, mit Kandidaten, „die die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger verstehen, die Geschicke unserer Heimatstadt und des Kreises Ravensburg spürbar mitzubestimmen“.

Zur Vorbereitung gibt es am 8. November eine erste „liberale Bürgersprechstunde“. Dort könnten Interessierte ihre Anliegen vorbringen. Auch will die FDP über Nominierungen informieren. Wer sich engagieren wolle, müsse nicht Mitglied der Partei sein oder dies werden. Allerdings sollten sich aber die Einstellungen mit denen der FDP decken: „weltoffen – aber nicht weltfremd“.

Seit langer Zeit sind mit CDU, GOL, Freien Wählern und SPD vier Fraktionen im Rat vertreten. Das letzte Mal bewarben sich außer diesen 1994 die „Republikaner“, davor 1989 die „Unabhängige Wählergemeinschaft Neuravensburg, so Hauptamtsleiter Hermann Weinschenk. Beiden gelang der Einzug ins Gremium aber nicht.

Die FDP lädt zur „liberalen Bürgersprechstunde“ am Donnerstag, 8. November, um 18.30 Uhr in den Waldgasthof Schwarzer Hasen (Saal) in Beutelsau ein.

aus Schwäbische Zeitung, Ausgabe Wangen vom 27. Oktober 2018, Seite 17