Bei der letzten Liberalen Bürgersprechstunde der FDP am 14. Februar im Gasthaus Lamm in Wangen wurde mit dem Betreiber des Wangener Stadtverkehrs über das künftige ÖPNV-Konzept und die zukünftige Mobilität in Wangen und den Teilorten diskutiert.

„Ich bin sehr froh, dass sich Herr Heine die Zeit genommen hat, uns ausführlich und fachlich fundiert über die Hintergründe und Fakten zum Öffentlichen Nahverkehr in Wangen und Umgebung zu informieren“, freut sich Sebastian Scherer, Vorsitzender der FDP Württembergisches Allgäu. Anschließend stand Thomas Heine den vielen Fragen zum Thema Mobilität in und um Wangen geduldig Rede und Antwort.

„Die richtig angewendete Digitalisierung wird mit Sicherheit dazu beitragen, den öffentlichen Verkehr in Wangen attraktiver zu machen“ meint Sebastian Scherer. Wie Thomas Heine erläutert, werden bereits heute die Daten der Busse z.B. zum Standort und zur Geschwindigkeit ständig in Echtzeit über die Telemetrie abgeglichen. „Somit könnten Nutzer des ÖPNV per Smartphone-App oder Anzeige an der Haltestelle über die Ankunft des nächsten Busses informiert werden.“, schlägt Klaus Schliz vor. Damit so etwas aber konkret werden kann, wird der noch zu bestellende Mobilitätsbeauftragte der Stadt Wangen Einiges zu erledigen haben, da sind sich alle Anwesenden sicher. „Dieser braucht insbesondere Sachverstand in Vernetzung und IT, damit das funktioniert“ ergänzt Sebastian Scherer.

Offen ist im Moment auch noch die bessere Anbindung der Ortschaften (wie z.B. Haslach). Wie Referent Thomas Heine erläutert, ist die Etablierung neuer Linien oder die Ausweitung des Angebots z.B. durch einen Rufbus auf bestehenden Linien aber immer durch bestehende Konzessionen limitiert. Ein Vorschlag stieß jedoch auf breite Zustimmung: So könnte ohne großen Aufwand der bereits bestehende Schülerverkehr für Fahrgäste geöffnet und damit zumindest die Taktung in den Teilorten erhöht werden. „Dennoch: ein Rufbus wäre unserer Ansicht nach eine gute Option für die Anbindung der Wangener Ortschaften. Gerade für Senioren aber auch Jugendliche ist das oft die einzige Möglichkeit, am öffentlichen Leben in der Stadt teilzunehmen“ sagt Helmut Kehl, Kandidat der FDP.

Weiteres Thema war die Frage nach der Sinnhaftigkeit der großen Busse in der Innenstadt. „Aktuell unterhält die Stadt Wangen durch den Mehrliniennutzung zwei voll ausgelastete Busse – das aktuelle System hat ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.“, stellt Thomas Heine klar. So würde der oft geäußerte Wunsch nach Anschaffung eines kleineren Busses für die Innenstadt nur die Kosten deutlich in die Höhe treiben.

„Spätestens zur Landesgartenschau braucht Wangen ein innovatives ÖPNV- und Mobilitätskonzept damit wir die Besucher mit gut funktionierenden Anbindungen begeistern können – und den Besucherverkehr möglichst aus der Innenstadt halten können“ findet Sebastian Scherer. Die FDP will hier weitere Vorschläge verfolgen wie z.B. eine Mobilitäts-App für Wangen, ein interaktives Fahrgast Informationssystem und neue Formen des Personennahverkehrs wie z.B. Mitfahrplattformen.