„Alles, was nicht dem Bürger dient, ist Verschwendung“

Früher scherzte man über die FDP, dass eine „Telefonzelle“ völlig ausreicht, Sitzungen durchzuführen. Heute ist das Interesse an liberaler Politik deutlich gestiegen. Das Lokal war gut gewählt und der Termin Mitte Februar gut besucht. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch junge Menschen begeistern können“ bemerkte Alexander Ort, FDP-Mitglied und Unternehmer aus Isny.

Die Themen waren vielfältig. E-Mobilität in Isny; Grundversorgung im ländlichen Raum durch Verkaufsautomaten mit regionalen Produkten; Wohnungsbau in Isny

Auszug aus zwei weiteren Themen:

Kindeserziehung für getrenntlebende Eltern

Die FDP sieht es als nicht mehr zeitgemäß an, dass bei juristischen Sorgerechtsentscheidungen die Gerichte neben dem Kindeswohl hauptsächlich die Wünsche der Mutter berücksichtigen. Die Liberalen streben eine Novellierung im Bürgerlichen Gesetzbuch an. Dr. Christoph Arenz, engagiertes Mitglied sowohl der FDP als auch des Vereins „Väteraufbruch“ führt aus: „Wir setzen uns für die Einführung des ‚Wechselmodels‘ ein, bei dem grundsätzlich Mutter und Vater zu gleichen Teilen das Sorgerecht zugesprochen bekommen. Zudem bekommt das Kind zwei eingetragene Wohnsitze“.

Marktplatzgestaltung – Durchfahrt

Auch wenn die FDP aktuell nicht im Stadtrat von Isny vertreten ist, bezieht sie dennoch Stellung zur laufenden Diskussion um das Verkehrsgeschehen in der Altstadt von Isny. Dr. Michael Büssemaker, Bauexperte und Alexander Ort: „Für weitere Entscheidungen des Stadtrates eine Verkehrsstudie von rund 50.000 € in Auftrag zu geben, ist Verschwendung“.

Die Liberalen fassen ihre Vorstellungen zur Verkehrspolitik zusammen: Keine autofreie Altstadt von Isny, aber reduziertes Tempo für den sensiblen Stadtbereich auf Tempo 10. Keine Durchfahrt grundsätzlich in den Nachtstunden; Rücknahme des Beschlusses zur Verkehrsstudie und keine kostenaufwendigen Lösungen wie versenkbare Poller oder ähnlichen wartungsintensiven Maßnahmen.